Episode 02 - Wenn Familie prägt: Rollen, Anpassung und das, was bleibt
Shownotes
🎧 Episode 2 – Leben im Erleben
In dieser Folge geht es um:
-Familie als prägender Einfluss -Rollen innerhalb der Familie -Anpassung als Schutzmechanismus -Narzisstische Dynamiken & Co-Abhängigkeit -Zwei Realitäten: außen vs. innen -Innere Anspannung und „ständig wach sein“ -Humor als Strategie -Wie früh Muster entstehen
💭 Zentrale Gedanken:
„Du lernst früh, dich anzupassen – aber oft verlierst du dabei den Zugang zu dir selbst.“
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🔗 Podcast: Leben im Erleben
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Transkript anzeigen
Wilkommen zur zweiten Folge meines Podcasts. Schön, dass du da bist.
„In der letzten Folgehabe ich viel über Bewegung gesprochen.
Über Länder.Über Umzüge.Über dieses Gefühl,immer wieder neu anfangen zu müssen.“
(Pause)
„Heute geht es um etwas,das sich nie verändert hat.“
(Pause)
„Egal wo wir waren.Egal in welchem Land wir gelebt haben.“
(Pause)
„Etwas war immer da.“
(Pause)
„Meine Familie.“
(Pause)
„Denn egal,wie oft man umzieht…du nimmst dein Zuhause immer mit.“
(Pause)
„Und manchmal…ist genau dieser Ortder, der dich am meisten prägt.“
Vielleicht findest du dich in manchen Momenten wieder.Vielleicht berührt dich etwas,ohne dass du genau weißt, warum.
Wenn das so ist, dann bist du hier richtig. Lass uns gemeinsam anfangen.
TEIL 2 – Zwei Menschen, zwei Prägungen
„Wenn ich heute zurückblicke,sehe ich zwei Menschen,die beide ihre eigene Geschichte hatten.“
(Pause)
„Mein Vater…und meine Mutter.“
(Pause)
„Mein Vater war ein maligner Narzisst.“
(Pause)
„Und meine Mutter war co-abhängig.“
(Pause)
„Diese Begriffe hatte ich damals natürlich nicht.“
(Pause)
„Als Kindspürst du nur…dass etwas nicht stimmt.“
(Pause)
„Aber du hast keine Worte dafür.“
TEIL 3 – Mein Vater
„Mein Vater ist in Wiesbaden aufgewachsen.
In einer kleinen Wohnung.Ohne eigenes Zimmer.“
(Pause)
„Er hat auf der Couch geschlafen.“
(Pause)
„Morgens wurde er gewecktund musste sofort alles wieder ordentlich machen.“
(Pause)
„Sein Vater war sehr streng.Seine Mutter… eher distanziert.“
(Pause)
„Er wurde geschlagen.“
(Pause)
„Er hatte oft Hunger,weil nachts die Küche abgeschlossen wurde.“
(Pause)
„Und er hat Sätze gehört wie:‚Aus dir wird nichts.‘“
(Pause)
„Ich glaube,dass ein Kind daran zerbricht.“
(Pause)
„Und genau das ist passiert.“
(Pause)
„Er hat sich geschworen,nie so zu werden wie seine Eltern.“
(Pause)
„Und gleichzeitig…ist genau das passiert.“
TEIL 4 – Meine Mutter
„Meine Mutter ist in einer Metzgerfamilie aufgewachsen.“
(Pause)
„Ihre Mutter war sehr kühl.“
(Pause)
„Sie hatte ihre große Liebe im Krieg verlorenund danach emotional zugemacht.“
(Pause)
„Liebe wurde nicht gezeigt.“
(Pause)
„Zuneigung war selten.“
(Pause)
„Ihr Vater dagegenhat sie geliebt.“
(Pause)
„Sie war sein Lieblingskind.“
(Pause)
„Und trotzdem wurde auch sie geschlagen.“
(Pause)
„Auch sie hat früh gelernt,sich anzupassen.“
(Pause)
„Und auch sie hat sich geschworen:Wenn ich einmal ein Kind habe…werde ich es anders machen.“
TEIL 5 – Nach außen perfekt
„Nach außen waren meine Eltern ein perfektes Paar.“
(Pause)
„Attraktiv.Erfolgreich.Selbstbewusst.“
(Pause)
„Mein Vater hat Karriere gemacht.“
(Pause)
„Meine Mutter hat ihre Karriere aufgegeben…und alles andere übernommen.“
(Pause)
„Sie hat Häuser gestaltet.Umzüge organisiert.ein Zuhause geschaffen.“
(Pause)
„Sie war unglaublich talentiert.“
(Pause)
„Und gleichzeitigsehr bescheiden.“
(Pause)
„Auf Feiern waren siedie Star-Tänzer.“
(Pause)
„Die, die auffallen.“
(Pause)
„Die, die bewundert werden.“
„Und als Kindist das verwirrend.“
(Pause)
„Weil du zwei Wirklichkeiten erlebst.“
(Pause)
„Da ist das Bild nach außen.“
(Pause)
„Die schöne Oberfläche.Die starke Fassade.Das Paar, das funktioniert.“
(Pause)
„Und dann ist da das,was hinter geschlossenen Türen passiert.“
(Pause)
„Die Spannung.Die Kritik.Die Unsicherheit.“
(Pause)
„Und du beginnst sehr früh,diese beiden Ebenen gleichzeitig wahrzunehmen.“
(Pause)
„Du lernst,dass etwas gut aussehen kann…ohne sich gut anzufühlen.“
(Pause)
„Und ich glaube,dass genau dortmein Misstrauen angefangen hat.“
(Pause)
„Nicht als offenes Misstrauen.“
(Pause)
„Eher als ein stilles Gefühl,dass ich mich nicht einfachauf das verlassen kann,was ich sehe.“
TEIL 6 – Hinter der Tür
„Aber hinter der Tür zu Hause…war es eine andere Welt.“
(Pause)
„Mein Vater hat meine Mutter permanent kritisiert.“
(Pause)
„Egal was sie gemacht hat…es war nie genug.“
(Pause)
„Sie hat sich fertig gemacht…sah wunderschön aus…“
(Pause)
„Und er sagte:Zieh doch lieber etwas anderes an.“
(Pause)
„Oder er verglich sie mit anderen Frauen.“
(Pause)
„Und ich stand daneben.“
(Pause)
„Und habe gesagt:‚Mama sieht doch top aus.‘“
(Pause)
„Ich wollte sie schützen.“
(Pause)
„Ich wollte…dass es aufhört.“
„Es waren oft die kleinen Momente,die sich eingebrannt haben.“
(Pause)
„Nicht die großen Eskalationen.“
(Pause)
„Sondern diese leisen Situationen,in denen etwas passiert…das man nicht sofort versteht.“
(Pause)
„Ein Blick.“
(Pause)
„Ein Kommentar.“
(Pause)
„Ein Tonfall.“
(Pause)
„Und du merkst als Kind,dass sich etwas verändert.“
(Pause)
„Dass du vorsichtiger werden musst.“
(Pause)
„Dass du dich zurücknehmen solltest.“
(Pause)
„Und das passiert nicht einmal.“
(Pause)
„Das passiert immer wieder.“
(Pause)
„So oft,dass es irgendwann normal wird.“
(Pause)
„Und genau das ist der Punkt,an dem Prägung entsteht.“
TEIL 7 – Der Schlichter
„Ich wurde zum Schlichter.“
(Pause)
„Ich habe versucht,Leichtigkeit reinzubringen.“
(Pause)
„Humor.“
(Pause)
„Lockerheit.“
(Pause)
„Ich habe versucht,die Situation zu entspannen.“
(Pause)
„Damit es nicht eskaliert.“
(Pause)
„Damit es sich kurz…normal anfühlt.“
(Pause)
„Aber das war anstrengend.“
(Pause)
„Sehr anstrengend.“
„Ich habe nicht nur geschlichtet.“
(Pause)
„Ich habe auch versucht,Stimmung zu machen.“
(Pause)
„Leichtigkeit reinzubringen.“
(Pause)
„Humor.“
(Pause)
„Ich habe versucht,Menschen zum Lachen zu bringen.“
(Pause)
„Weil ich gemerkt habe,dass sich dann etwas verändert.“
(Pause)
„Dass es für einen Momentruhiger wird.“
(Pause)
„Dass die Spannung nachlässt.“
(Pause)
„Und das war mein Weg.“
(Pause)
„Nicht bewusst.“
(Pause)
„Sondern intuitiv.“
(Pause)
„Ich habe gelernt,mit Energie zu arbeiten.“
(Pause)
„Mit Stimmung.“
(Pause)
„Mit dem,was im Raum passiert.“
(Pause)
„Und das hat funktioniert.“
(Pause)
„Aber es hat auch bedeutet…dass ich ständig im Außen war.“
(Pause)
„Und kaum bei mir.“
TEIL 8 – Eine Szene im Restaurant
„Ich erinnere mich an Abende im Restaurant.“
(Pause)
„Das Essen steht auf dem Tisch.“
(Pause)
„Eigentlich ein schöner Moment.“
(Pause)
„Aber alle paar Minutenkam ein Kommentar.“
(Pause)
„‚Heide, lächel doch mal.‘“
(Pause)
„Oder:‚Guck mal da drüben… eine Frau von Welt.‘“
(Pause)
„Und ich spüre,wie sich alles zusammenzieht.“
(Pause)
„Und ich sage:‚Können wir einfach entspannt essen?‘“
(Pause)
„Ich wollte einfach…dass es aufhört.“
TEIL 9 – Kindergarten (wichtig)
„Und wenn ich heute zurückschaue,dann sehe ich,dass dieses Muster nicht erst später begonnen hat.“
(Pause)
„Es war schon sehr früh da.“
(Pause)
„Ich war ungefähr fünf Jahre alt.Im Montessori-Kindergarten in den USA.“
(Pause)
„Dort gab es ein System.“
(Pause)
„Wenn ich mich gut verhalten habe,habe ich am Ende des Tageseinen fröhlichen Smileyauf ein Stück Papier bekommen.“
(Pause)
„Und wenn ich unartig war,einen traurigen.“
(Pause)
„Und diesen Zettelhabe ich mit nach Hause genommen.“
(Pause)
„Das war nicht einfach nur ein Spiel.“
(Pause)
„Es war eine Form von Bewertung.“
(Pause)
„Ein System,das mir sehr früh gezeigt hat,wann ich ‚richtig‘ bin…und wann nicht.“
(Pause)
„Und ich habe schnell verstanden,was das bedeutet.“
(Pause)
„Wenn ich brav bin,werde ich gesehen.“
(Pause)
„Dann ist alles gut.“
(Pause)
„Und wenn nicht…dann stimmt etwas nicht mit mir.“
(Pause)
„Und irgendwannhabe ich angefangen,zu verhandeln.“
(Pause)
„Ich habe meine Kindergärtnerin gefragt,ob ich nichteinen halben Smiley bekommen kann.“
(Pause)
„Halb fröhlich.Halb traurig.“
(Pause)
„Nicht ganz gut…aber auch nicht ganz schlecht.“
(Pause)
„Und wenn ich heute darauf schaue darüber nachdenke…“
(Pause)
„war das kein Zufall.“
(Pause)
„Das war mein Versuch,einen Mittelweg zu finden.“
(Pause)
„Nicht komplett falsch zu sein…aber auch nicht perfekt sein zu müssen.“
(Pause)
„Es war mein Weg,mit Druck umzugehen.“
(Pause)
„Mein Weg,mich anzupassen…ohne, mich ganz zu verlieren.“
(Pause)
„Und genau dortbeginnt etwas.“
(Pause)
„Ein inneres System.“
(Pause)
„Die Idee,dass mein Verhalten darüber entscheidet,wie ich gesehen werde.“
(Pause)
„Und dass ich mich verändern muss…damit es passt.“
(Pause)
„Das war meine Art,mich zu schützen.“
(Pause)
„Mit fünf Jahren.“
TEIL 10 – Vertrauen & Co-Abhängigkeit
„Zu Hausegab es keinen wirklich sicheren Raum.“
(Pause)
„Und das meine ich nicht nur physisch…sondern emotional.“
(Pause)
„Ich habe meiner Mutter Dinge erzählt.Im Vertrauen.“
(Pause)
„Gedanken.Gefühle.Dinge, die mich beschäftigt haben.“
(Pause)
„Und ich habe geglaubt,dass sie bei ihr bleiben.“
(Pause)
„Aber das war nicht so.“
(Pause)
„Immer dann,wenn meine Eltern Streit hatten…“
(Pause)
„wenn der Druck für sie zu groß wurde…“
(Pause)
„hat sie Dinge,die ich ihr anvertraut habe,an meinen Vater weitergegeben.“
(Pause)
„Nicht, weil sie mich verletzen wollte.“
(Pause)
„Sondern weil sie versucht hat,sich selbst zu schützen.“
(Pause)
„Das ist Co-Abhängigkeit.“
(Pause)
„Sie musste aus der Schusslinie.“
(Pause)
„Und in dem Momentwurde ich zum neuen Fokus.“
(Pause)
„Ich wurde das rote Tuch.“
(Pause)
„Und mein Vater…hat sich dann auf mich konzentriert.“
(Pause)
„Die Spannung war weg von ihr…und auf mir.“
(Pause)
„Und ich habe gelernt:
Selbst dort,wo ich mich sicher gefühlt habe…war ich es nicht.“
(Pause)
„Und das verändert etwas.“
„Weil du dann nicht nur lernst,dass Konflikt weh tut.“
(Pause)
„Du lernst auch,dass Nähe unsicher sein kann.“
(Pause)
„Dass selbst dort,wo du Trost suchst,etwas kippen kann.“
(Pause)
„Und das ist für ein Kindeine sehr tiefe Erfahrung.“
(Pause)
„Denn eigentlich sollte Vertrauender Ort sein,an dem man weich werden darf.“
(Pause)
„Bei mir war es oft anders.“
(Pause)
„Ich musste innerlich wach bleiben.“
(Pause)
„Mitdenken.Mitfühlen.Vorausahnen.“
(Pause)
„Was darf ich sagen?Was lieber nicht?Was könnte spätergegen mich verwendet werden?“
(Pause)
„Und wenn ein Kindanfängt, sich solche Fragen zu stellen,dann verliert es etwas.“
(Pause)
„Nicht laut.Nicht sichtbar.“
(Pause)
„Aber spürbar.“
(Pause)
„Ein Stück Unbeschwertheit.Ein Stück Vertrauen.Ein Stück Selbstverständlichkeit.“
--
🔹 TEIL 11 – Grenzen & Ausgelacht werden
„Es gab Momente,in denen ich versucht habe,für mich einzustehen.“
(Pause)
„Zum Beispielmit meiner Zimmertür.“
(Pause)
„Ich habe sie abgeschlossen.“
(Pause)
„Nicht aus Trotz.Nicht aus Rebellion.“
(Pause)
„Sondern weil ich einfacheinen kleinen Raum für mich wollte.“
(Pause)
„Ein bisschen Privatsphäre.“
(Pause)
„Und als mein Vater reinkam…habe ich versucht,ruhig zu bleiben.“
(Pause)
„Ich habe versucht,mich normal zu erklären.“
(Pause)
„Ich habe gesagt,dass ich einfach nurein bisschen Raum für mich brauche.“
(Pause)
„Kein Drama.Kein Streit.“
(Pause)
„Einfach nur eine Grenze.“
(Pause)
„Und seine Reaktion…“
(Pause)
„war Lachen.“
(Pause)
„Er hat mich angeschaut…und mich ausgelacht.“
(Pause)
„Nicht leicht.Nicht spielerisch.“
(Pause)
„Sondern abwertend.“
(Pause)
„Als wäre das,was ich fühle…nicht ernst zu nehmen.“
(Pause)
„Und in diesem Momentpassiert etwas im Inneren.“
(Pause)
„Du ziehst dich zurück.“
(Pause)
„Nicht nur äußerlich…sondern auch innerlich.“
🔹 TEIL 12 – Körperreaktion & Angst
„Und irgendwannreagiert dein Körper.“
(Pause)
„Nicht bewusst.Nicht kontrolliert.“
(Pause)
„Einfach automatisch.“
(Pause)
„Ich erinnere mich daran,wie mein Handy geklingelt hat.“
(Pause)
„Oder das Telefon.“
(Pause)
„Und mein Körper hat sofort reagiert.“
(Pause)
„Herzrasen.“
(Pause)
„Eine Anspannung im ganzen Körper.“
(Pause)
„Ein Gefühl von…Vorsicht.“
(Pause)
„Weil ich wusste,dass es kein normales Gespräch wird.“
(Pause)
„Es ging nicht darum,wie es mir geht.“
(Pause)
„Es ging nicht um Verbindung.“
(Pause)
„Es ging um Kontrolle.“
(Pause)
„Um Bewertung.“
(Pause)
„Um das Gefühl,wieder kleiner gemacht zu werden.“
(Pause)
„Und irgendwannverbindest du diese Stimmemit Stress.“
(Pause)
„Nicht bewusst…aber tief im System.“
🔹 TEIL 13 – Muster & Humor als Strategie
„Und aus all diesen Situationenentsteht ein Muster.“
(Pause)
„Ganz leise.“
(Pause)
„Ganz schleichend.“
(Pause)
„Du wirst vorsichtig.“
(Pause)
„Du passt dich an.“
(Pause)
„Du beobachtest mehr,als du fühlst.“
(Pause)
„Und gleichzeitigentwickelst du Strategien…“
(Pause)
„um damit klarzukommen.“
(Pause)
„Bei mir war das oft Humor.“
(Pause)
„Lockerheit.“
(Pause)
„Ich habe versucht,Situationen leichter zu machen.“
(Pause)
„Ein Spruch.Ein Lächeln.“
(Pause)
„Irgendetwas,das die Spannung kurz auflöst.“
(Pause)
„Das war meine Art,mit dem Ganzen umzugehen.“
(Pause)
„Und das funktioniert.“
(Pause)
„Zumindest kurzfristig.“
(Pause)
„Aber es bedeutet auch…dass du dich selbstimmer wieder zurückstellst.“
„Und das Verrückte ist…“
(Pause)
„dass diese Strategienspäter oft als Stärke gesehen werden.“
(Pause)
„Du bist empathisch.“
(Pause)
„Du spürst viel.“
(Pause)
„Du kannst mit Menschen umgehen.“
(Pause)
„Du bist flexibel.“
(Pause)
„Und das stimmt auch.“
(Pause)
„Aber die Frage ist…“
(Pause)
„woher kommt das?“
(Pause)
„Und zu welchem Preis?“
(Pause)
„Denn wenn du ständig im Außen bist…verlierst du irgendwannden Zugang zu dir selbst.“
(Pause)
„Und das merkst du oft erst viel später.“
🔹 TEIL 15 – Tiefer Rückblick
„Wenn ich heute zurückschaue…sehe ich das alles klarer.“
(Pause)
„Ich sehe nicht nurdie einzelnen Situationen.“
(Pause)
„Ich sehe das Muster dahinter.“
(Pause)
„Ich sehe,wie oft ich versucht habe,es allen recht zu machen.“
(Pause)
„Wie oft ich versucht habe,Spannung auszugleichen.“
(Pause)
„Wie oft ich mich selbstzurückgenommen habe…damit es ruhiger wird.“
(Pause)
„Und ich sehe auch,wie früh das angefangen hat.“
(Pause)
„Wie selbstverständlich es wurde.“
(Pause)
„Wie normal es sich angefühlt hat.“
(Pause)
„Und genau das ist das Gefährliche daran.“
(Pause)
„Wenn etwas sich normal anfühlt…hinterfragst du es nicht.“
--
„Ich habe lange gebraucht,um das zu verstehen.“
(Pause)
„Weil es sich normal angefühlt hat.“
(Pause)
„Weil ich es nicht anders kannte.“
(Pause)
„Weil ich dachte,dass es einfach so ist.“
(Pause)
„Dass man sich anpasst.“
(Pause)
„Dass man funktioniert.“
(Pause)
„Dass man sich zurücknimmt.“
(Pause)
„Und erst viel später…kam dieser Moment…“
(Pause)
„in dem ich gemerkt habe:“
(Pause)
„Das bin nicht wirklich ich.“
(Pause)
„Das ist etwas,das ich gelernt habe.“
(Pause)
„Und das war ein wichtiger Punkt.“
(Pause)
„Weil dortVeränderung beginnt.“
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„Und vielleicht ist dasdas Schwierigste an Prägung.“
(Pause)
„Dass sie sich so normal anfühlt.“
(Pause)
„Dass man sie nicht hinterfragt.“
(Pause)
„Dass man denkt,so bin ich einfach.“
(Pause)
„Aber vieles von dem,was wir sind…“
(Pause)
„ist nicht einfach da.“
(Pause)
„Es ist entstanden.“
(Pause)
„Aus Erfahrungen.“
(Pause)
„Aus Situationen.“
(Pause)
„Aus Momenten,in denen wir uns angepasst haben.“
(Pause)
„Und genau deshalbkann man es auch wieder verändern.“
🔹 TEIL 17 – Einladung (tiefer)
„Und vielleicht erkennst du dichin manchen Dingen wieder.“
(Pause)
„Vielleicht nicht in der Geschichte.“
(Pause)
„Vielleicht hattest du ein ganz anderes Umfeld.“
(Pause)
„Aber vielleicht kennst du dieses Gefühl.“
(Pause)
„Diesesständig wach sein.“
(Pause)
„Diesessich anpassen.“
(Pause)
„Diesesfunktionieren.“
(Pause)
„Und gleichzeitignicht ganz bei sich sein.“
(Pause)
„Vielleicht kennst du das.“
(Pause)
„Und wenn das so ist…dann bist du nicht allein.“
🔹 TEIL 18 – Vertiefung & Übergang
„Und genau dabeginnt Veränderung.“
(Pause)
„Nicht sofort.“
(Pause)
„Nicht plötzlich.“
(Pause)
„Sondern ganz langsam.“
(Pause)
„Mit kleinen Momenten,in denen du dich fragst:
Warum reagiere ich so?“
(Pause)
„Warum fällt es mir schwer,Grenzen zu setzen?“
(Pause)
„Warum fühle ich mich oft verantwortlichfür die Stimmung anderer?“
(Pause)
„Und diese Fragen…sind kein Zeichen von Schwäche.“
(Pause)
„Sondern der Anfang von Verständnis.“
(Pause)
„Und vielleicht…auch der Anfang von Veränderung.“
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„Für mich war genau dasein langer Prozess.“
(Pause)
„Nicht ein einziger Moment.Nicht eine große Erkenntnis.“
(Pause)
„Sondern viele kleine.“
(Pause)
„Momente,in denen ich gemerkt habe,dass ich zwar funktioniere…aber innerlich oft weit weg bin.“
(Pause)
„Momente,in denen ich verstanden habe,dass mein Humornicht nur Leichtigkeit war…sondern auch Schutz.“
(Pause)
„Dass mein Anpassennicht nur Sozialkompetenz war…sondern Überlebensstrategie.“
(Pause)
„Und dass mein ständiges Wachseinnicht einfach Teil meines Charakters ist…sondern etwas,das ich sehr früh gelernt habe.“
(Pause)
„Das zu erkennen,hat nicht sofort alles verändert.“
(Pause)
„Aber es hat etwas geöffnet.“
(Pause)
„Es hat mir erlaubt,mich selbst anders anzuschauen.“
(Pause)
„Nicht härter.Nicht verurteilend.“
(Pause)
„Sondern mit mehr Verständnis.“
(Pause)
„Und vielleicht ist genau dasder erste wirkliche Schritt.“
(Pause)
„Nicht sofort heil zu sein.“
(Pause)
„Sondern ehrlich hinzuschauen.“
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Outro:
Vielleicht hast du dichin dem einen oder anderen Momentwiedergefunden.
Vielleicht auch nicht.
Und beides ist vollkommen in Ordnung.“
(Pause)
„Manchmal reicht es schon,Dinge einfach kurz wirken zu lassen.“
(Pause)
Danke, dass du mir zugehört hast.
„In der nächsten Folgegeht es weiter mit meiner Geschichte.“
(Pause)
„Und ich werde genauer darauf eingehen,wie es ist,mit einem maligner narzisstischen Vater aufzuwachsen und was im Alltag bedeutet .“
(Pause)
„Bis zur nächsten Folge.
Dies war Leben im Erleben.Geschichten aus meinem Leben –vielleicht auch ein Stück aus deinem.“
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